Eilmeldung

Eilmeldung

Libanon: Sitzstreik in Beirut geht weiter - Nasrallah richtet schwere Beschuldigungen gegen Regierung

Sie lesen gerade:

Libanon: Sitzstreik in Beirut geht weiter - Nasrallah richtet schwere Beschuldigungen gegen Regierung

Schriftgrösse Aa Aa

Die Lage im Libanon bleibt angespannt. Tausende Regierungsgegner harren bereits seit einer Woche vor dem Regierungssitz in der Hauptstadt Beirut aus, während Armee und Polizei das Gebäude absichern. Die Opposition will mit dem Sitzstreik den Rücktritt des prowestlichen Kabinetts von Ministerpräsident Fuad Siniora erzwingen. Für Sonntag ist eine weitere Massendemonstration in Beirut geplant. Siniora hatte die Opposition vor kurzem zu Verhandlungen aufgerufen und erklärt, die Probleme des Landes ließen sich nicht durch Massenproteste lösen.

Unterdessen richtete der Chef der pro-syrischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, schwere Vorwürfe gegen die Regierung. Diese habe Washington unterstützt, um zu erreichen, dass Israel den Libanon angreife, sagte Nasrallah in einer Videoansprache am Donnerstag. Außerdem habe Siniora während des Krieges versucht, die Versorgungswege im Libanon von der Armee abriegeln zu lassen. Dass die Proteste zu einem neuen Bürgerkrieg im Zedernstaat führen könnten, schloss Nasrallah aus.