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Türkisches Angebot in Zypern-Streit trifft auf Ablehnung

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Türkisches Angebot in Zypern-Streit trifft auf Ablehnung

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Das Angebot der Türkei im Zypern-Streit ist heute Thema einer Sondersitzung der EU-Botschafter in Brüssel. Und auch auf der geteilten Insel ist es DAS Thema des Tages: Die Türkei hatte angeboten, einen Hafen für Schiffe aus dem griechischen Teil der Insel zu öffnen. Ein griechische Zypernbewohner meint, das sei nur ein Spiel, meint Die Türkei solle eine wirkliche Lösung anbieten, die ein Zusammenleben ermögliche – in Frieden und ohne Armee. Dagegen meint ein türkische Zyprer, die Griechen sollten ihrerseits etwas anbieten. Zypern gehöre ihnen nicht allein.

Türkische Medien berichten, Ankara verlange ein Ende der Isolierung des türkischen Nordteils der Insel. Der Grenzübergang in der Hauptstadt Nikosia ist seit 2003 offen, aber noch immer pattroullieren UN-Friedenstruppen an dieser Grenze in Europa.

Die Regierung in Nikosia hat mit einer härteren Gangart gedroht: Sollten sich die übrigen EU-Staaten dafür aussprechen, auf das türkische Angebot einzugehen, werde sein Land zu einer strengeren Haltung in den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zurückkehren, sagte der zyprische Außenminister George Lillikas.

Die EU hat das Bemühen Ankaras anerkannt, aber die Hafenöffnung als “zu wenig” zurückgewiesen. Die Nichtanerkennung des EU-Mitglieds Zypern ist eines der Haupthindernisse der Türkei bei den Verhandlungen um einen möglichen EU-Beitritt.