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Präsidentschaftswahl in Transdnjestrien

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Präsidentschaftswahl in Transdnjestrien

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In der von Moldawien abtrünnigen Dnjestr-Republik sind heute 400000 Menschen aufgerufen einen neuen Präsidenten zu wählen. Der seit 16 Jahren regierende Amtsinhaber Igor Smirnow steuert auf eine ungefährdete Wiederwahl zu. Seine drei Mitbewerber gelten als reine Zählkandidaten.

Europäische Organisationen lehnten eine Beobachtung des Urnengangs ab. Dagegen entsandten Rußland, sowie die südossetischen und abchasischen Seperatisten Wahlbeobachter. Auch aus Bergkarabach sind Wahlbeobachter nach Transdnjestrien gereist.

Die überwiegend slawische Bevölkerung auf dem schmalen Landstreifen zwischen dem Fluss Dnjestr und der Ukraine hatte sich in einem Bürgerkrieg 1992 von Moldawien abgespalten. Der Konflikt ist bis heute ungelöst. International ist Transdnjestrien nicht anerkannt.

Moskau droht damit, im Fall einer Unabhängigkeit der serbischen Provinz Kosovo auch die Separatistengebiete in der früheren Sowjetunion aufzuwerten.