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Arabische Liga erzielt keine Fortschritte bei Vermittlung im Libanon

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Arabische Liga erzielt keine Fortschritte bei Vermittlung im Libanon

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Die Arabische Liga setzt ihre Vermittlung im Libanon fort. Ihr Sondergesandter, der sudanesische Präsidentenberater Mustafa Ismail, traff nach seiner Rückkehr aus Damaskus am Montag Ministerpräsident Fouad Siniora und Parlamentspräsident Nabib Berri. Ismail sagte, wichtig sei, daß es weder “Gewinner noch Verlierer” gebe.

Der libanesische Ministerpräsident Siniora forderte die Opposition nocheinmal nachdrücklich zum Dialog und der Einstellung ihrer Protestaktionen auf: “Jede Seite hat Ängste. Wir sollten uns zusammensetzen und uns gegenseitig versichern, daß wir die Krise beilegen wollen. Wenn sie das auf der Straße lösen wollen, dann liegen sie falsch”, sagte Siniora.

Wie aus den beiden Lagern verlautete, zeigt der Vermittlungsversuch der Arabischen Liga keinerlei Fortschritt. Am Sonntag hatten mehrere hunderttausend Menschen gegen die Regierung Siniora demonstriert. Sie werfen dem Kabinett vor, den Libanon an die amerikanische Interessenpolitik ausgeliefert zu haben. In der Zeltstadt, die die Demonstranten errichteten, halten sich rund 3000 Menschen auf. Sie wollen bis zu Sinioras Rücktritt ausharren.