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Holocaust-Konferenzen in Teheran und Berlin

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Holocaust-Konferenzen in Teheran und Berlin

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In der iranischen Hauptstadt Teheran ist am Montag die weltweit umstrittene “Holocaust-Konferenz” eröffnet worden. Nach Angaben der Organisatoren soll der Holocaust nicht geleugnet werden, vielmehr gehe es um einen “freien Meinungsaustausch”.

Auch eine Reihe orthodoxer Rabbiner nimmt teil. Sie vertreten die Meinung, der Holocaust dürfe nicht als Rechtfertigung für anhaltendes Unrecht an den Palästinensern genutzt werden.

Der iranische Außenminister Mottaki sagte, Israel sei sich bewußt, daß eine Infragestellung seiner kontroversen Interpretation und Darstellung des Holocaust auch das Wesen und die Identität des zionistischen Regimes in Frage stelle.

In Berlin organisierte die Bundeszentrale für Politische Bildung eine Gegenveranstaltung. An ihr nahmen mehrere prominente Holocaust-Forscher teil.

Der Tel Aviver Politkwissenschaftler David Menashri interpretiert das Vorgehen des Iran: “Ahmadinedschad strebt Atomwaffen für den Iran an. Er hofft, daß die Welt das eher toleriert, wenn er den Eindruck erweckt, dieese richteten sich nur gegen Israel”, meinte Menashri.