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Massenproteste in Beirut gehen weiter

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Massenproteste in Beirut gehen weiter

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Hunderttausende Anhänger der pro-syrischen Opposition haben in Beirut erneut den Rücktritt der Regierung Fuad Siniora gefordert. Die Massenproteste in der libanesischen Hauptstadt wurden den zehnten Tag in Folge fortgesetzt. Der Chef der radikal-islamischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, stimmte inzwischen den Vermittlungsbemühungen der Arabischen Liga grundsätzlich zu. Deren Generalsekretär Amr Mussa wird am Dienstag zu einer zweiten Gesprächsrunde in Beirut erwartet. Etwa 20.000 Soldaten und Sicherheitskräfte schützen das Regierungsgebäude, das seit dem ersten Dezember auch nachts belagert wird. Ein Stellvertreter Nasrallahs sagte, Siniora habe den Libanon den amerikanischen Interessen überlassen. Die Regierung ihrerseits wirft der Opposition vor, die Aufklärung des Mordes an dem früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri verhindern zu wollen. Vor einem Jahr war auch der anti-syrische Journalist Jubran Tweini Opfer eines Attentats geworden. Eine Ansprache Sinioras zu dessen Todestag wurde per Video übertragen.