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Santiago de Chile - Reaktionen auf den Tod des Augusto Pinochet

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Santiago de Chile - Reaktionen auf den Tod des Augusto Pinochet

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Nach den Zusammenstößen zwischen Pinochet-Gegnern und -anhängern kurz nachdem die Nachricht von seinem Tod bekannt wurde, herrscht zunächst wieder Ruhe in der chilenischen Hauptstadt. rößtenteils schweigend lesen Chilenen die Berichte über “die letzten Tage” des Augusto Pinochet.” Für jene Menschen, die nach 1973 so sehr gelitten haben, war das ein Grund zum Feiern”, sagt ein Pinochet-Gegner.

In anderen Meinungsäußerungen spiegeln sich viele der Widersprüche der vergangenen Jahrzehnte.

Ein andererer Chilene nennt Pinochet einen “ großen Mann, der diesem Land die Freiheit gebracht hat”. Er würdigt Pinochet für den friedlichen Übergang, so dass das Land heute sogar von einer Sozialistin geführt werde könne.

In den Straßen sind die Spuren der Zusammenstöße noch nicht beseitigt.Es vermag auch niemand zu sagen, ob es bis zur Beisetzung des EX-Diktators ruhig bleiben wird. Präsidentin Michelle Bachelet, nennt die Zusammenstöße der vergangenen Stunden,“Ereignisse, die uns nicht gefallen.”
Sie sagt: “Wir müssen als Land, als Gesellschaft, alle Anstrengungen unternehmen, um einander wiederzubegegnen. Darin besteht die Größe unsere Landes.”

Angesichts der Bilder von Zusammenstößen zwischen feiernden Pinochet-Gegnern und dessen wütenden Verteidigern wird verständlich, was die Präsidentin meinte, als sie bei ihrem Amtsantritt von Chiles “Weg zur Wiederbegegnung” sprach, weil es zur “Versöhnung” noch zu früh sei…..