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Italienisches Gericht berät über Sterbehilfe-Forderung

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Italienisches Gericht berät über Sterbehilfe-Forderung

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Ein Gericht in Rom hat die Beratungen über die Sterbehilfe-Forderung eines gelähmten Patienten
begonnen. Der 60-jährige Piergiorgio Welby leidet seit seinem 27.Lebensjahr an Muskeldystrophie. Seit fast zehn Jahren wird er künstlich beatmet, und seit einem halben Jahr auch künstlich ernährt. Sprechen kann er mithilfe eines Apparats. Die Anwälte Welbys betonen, dass ihr Mandat nicht fordert, getötet zu werden, sondern lediglich passive Sterbehilfe verlangt. Nach Meinung von Beobachtern dürfte das Gericht zwar Welby ein Recht auf Ablehnung ärztlicher Behandlung zuerkennen, jedoch andererseits die Ärzte nicht zu lebensverkürzenden Schritten zwingen.
In Italien sind sowohl die aktive als auch die passive Sterbehilfe verboten. Papst Benedikt der sechzehnte lehnte eine Legalisierung der Sterbehilfe erneut ab und bekräftigte die Heiligkeit des Lebens bis zu seinem natürlichen Ende.
Welby hatte die Debatte im September mit einem Aufruf an Staatspräsident Napolitano neu entfacht.