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Trauerfeier in Santiago de Chile für Augusto Pinochet

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Trauerfeier in Santiago de Chile für Augusto Pinochet

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Er war am Sonntag im Alter von 91 Jahren gestorben. Friedlich – im Kreise seiner Familie, was vielen seiner Opfer nicht vergönnt war. Dem Putschisten, der sich dann hatte zum Präsidenten wählen lassen, gewährte die linke Staatspräsidentin – selbst Opfer der Pinochet-Diktatur – kein Staatsbegräbnis.

So blieb es bei dieser militärischen Zeremonie für den ehemaligen Oberbefehlshaber der Armee. Als dazu die Verteidigungsministerin der aktuellen Mitte-Links-Regierung erschien, wurde sie mit Pfiffen begrüßt.

Hochrangige Trauerbekundungen aus dem Ausland kamen letztlich nur von Margaret Thatcher, der Pinochet 1982 im Falklandkrieg gegen Argentinen militärische Vorteile verschafft hatte.

Selbst die US-Regierung hat nun, da er tot ist, den einst von ihren Vorgängern protegierten Diktator als “höchst umstrittene Figur” bezeichnet,

Seine letzte Ruhe soll General Pinochet nach der Einäscherung in der Kapelle der Familienresidenz finden, wo dann die Urne beigesetzt wird.