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Augusto Pinochet ist in Santiago beigesetzt worden

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Augusto Pinochet ist in Santiago beigesetzt worden

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In der chilenischen Hauptstadt wurde der ehemalige Diktator mit einer Militärzeromonie geehrt. Die sozialistische Präsidentin Michelle Bachelet, sie ist während des Pinochet-Regimes gefoltert worden, hatte ein Staatsbegräbnis für den Ex-Diktator abgelehnt. Verteidigungsministerin Vivianne Blanlot wurde bei der Zeremonie mit Buhrufen bedacht. Familienmitglieder funktionierten die Trauerfeier zu einem Staatsbegräbnis um. Zehntausende säumten die Straßen, als ein Wagen mit dem Sarg Pinochets zum Friedhof fuhr. Pinochet hatte sich am 11.September 1973 gegen den gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende an die Macht geputscht und diese erst 17 Jahre später wieder abgegeben.

Tausende demonstrierten gegen den toten Ex-Diktator in der Hauptstadt. Die Demonstranten warfen einen Sarg in den Mapocho-Fluß. Erinnerung daran, dass Körper der Dissidenten zwischen 1973 und 1990 im Fluss schwammen. Fast 30.000 Menschen sind während das Pinochet-Regime gefoltert worden. 3000 Menschen sind getötet worden. Seine Anhänger sagen, Pinochet habe sie vor Kommunismus und Chaos bewahrt. Die Gegner werfen ihm Diktatur und Menschenrechtsverletzungen vor. Die Taten des mit 91 Jahren verstorbenen Diktators spalten Chile noch immer.