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Britische Polizei sucht Serienmörder

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Britische Polizei sucht Serienmörder

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Trauer und Angst herrschen im der ostenglischen Grafschaft Suffolk, nachdem ein mutmaßlicher Serienkiller mindestens fünf Prostituierte getötet hat. Gestern fand die Polizei die Leichen von zwei weiteren Frauen, 24 und 29 Jahre alt. Wie die drei anderen Frauen, deren Leichen zuvor gefunden worden waren, sollen auch sie im Rotlichtmilieu gearbeitet haben. Eine der Prostituierten hatte nur wenige Tage vor ihrem Tod einem britischen Fernsehsender ein Interview gegeben: “Ich brauche das Geld”, sagt sie dem Reporter. “Trotz der Gefahren?”, fragt der. “Ja”, sagt sie, “natürlich hat man Angst, wenn man in ein Auto einsteigt.” Die fünf Frauen wurden seit mehreren Tagen vermisst. Die Polizei rief jetzt die Prostituierten in Ipswich auf, sich vom Rotlichtmilieu fernzuhalten. Der Stadtrat sicherte ihnen sofortige Unterstützung zu, sollten sie möglicherweise drogenabhängig und deshalb trotz der Gefahr auf zahlende Freier angewiesen sein. Alle fünf Frauenleichen wurden in einem Umkreis von 15 Kilometern um Ipswich gefunden. Die Leichen waren alle nackt und wurden in abgelegenen ländlichen Gebieten gefunden. Die Suche nach dem Mörder ist ein Rennen gegen die Zeit. Der Kriminologe David Wilson meint, die Gefahr sei, dass der Täter weitere Morde begehe, bis er befriedigt sei. Dabei könne er aus seiner bisherigen Zielgruppe ausbrechen und sich andere Opfer suchen. Die Ermittler schließen indes nicht mehr aus, dass mehrere Mörder ihr Unwesen treiben könnten, die sich längst nicht mehr in der Region aufhalten.