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Der Schmiergeldskandal bei Siemens hat jetzt die Konzernspitze erreicht

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Der Schmiergeldskandal bei Siemens hat jetzt die Konzernspitze erreicht

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Der ehemalige Siemens-Zentralvorstand Thomas Ganswindt ist wegen dringenden Tatverdachtes festgenommen worden. Er sitzt in München in Untersuchungshaft. Ganswindt hatte Ende September das Unternehmen verlassen. Er ist vom ehemaligen Finanzvorstand der Telekom-Sparte, der auch in Haft sitzt, schwer belastet worden. Siemens hat inzwischen eingeräumt, dass es jahrelang Korruption gegeben habe. Das Unternehmen prüft derzeit Zahlungen von nahezu einer halben Milliarde Euro. Bei internen Prüfungen hat Siemens fragwürdige Transaktionen in Höhe von 420 Millionen Euro entdeckt. Das muss aber nicht unbedingt Schmiergeld sein, sagte der amtierende Finanzvorstand. Siemens will 168 Millionen Euro Steuern nachzahlen.