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Erneut Skandal um Prinz Laurent in Belgien


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Erneut Skandal um Prinz Laurent in Belgien

Erneut erschüttert ein Skandal um König Alberts jüngsten Sohn die Belgier: Prinz Laurent, 43, soll Geld aus schwarzen Armee-Kassen erhalten haben. Belgische Zeitungen berichten, Marine-Offiziere und Unternehmerkreise hätten den aufwändigen Lebensstil des Prinzen finanziert. Laurent habe Geschenke und Spenden etwa über seine europaweit agierende Tierschutz-Stiftung abgeschrieben. Es soll um zwei Millionen Euro gehen – allein 175.000 haben er für die Dekoration seiner Villa ausgegeben. Laurent galt lange als gern über die Stränge schlagender Liebhaber PS-starker Sportwagen. Finanzminister Didier Reynders stellte klar, dass der Prinz keinerlei Immunität genieße, dass aber auch für ihn – wie für alle Belgier – zunächst die Unschuldsvermutung gelte. Erst wenn die Tatsachen auf dem Tisch lägen, im Fall einer Verurteilung, müsse Laurent das Geld zurückzahlen. Am 8. Januar soll nun der Prozess gegen ihn wegen des Geldes eröffnet werden, von dessen Herkunft er nichts wissen will.

Für Sozialisten-Chef Johan Vandelanotte ist der Fall klar: Es sei immer schrecklich für die königliche Familie, in einen Skandal verwickelt zu sein. Noch schlimmer aber sei es, wenn dieser Skandal auch aufgedeckt werde. Mit seiner Hochzeit war Laurent – zumindest zeitweise -vom schwarzen Schaf der Königsfamilie zum Publikumsliebling aufgestiegen.

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