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Intensive Fahndung nach Prostituierten-Serienmörder in Südostengland

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Intensive Fahndung nach Prostituierten-Serienmörder in Südostengland

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In einem Wettlauf mit der Zeit versucht die britische Polizei, einen Serienmörder zu fassen, bevor er erneut zuschlägt: Der Unbekannte soll innerhalb von zehn Tagen fünf Prostituierte getötet haben – im Umkreis der ostenglischen Stadt Ipswich. Die Polizei der Grafschaft Suffolk erhielt inzwischen Verstärkung aus anderen Regionen des Königreichs.

Die erste der fünf Toten war Anfang des Monats gefunden worden; am Dienstag wurden die beiden vorerst letzten Leichen entdeckt. Alle fünf Frauen arbeiteten im Rotlichtmilieu der Stadt Ipswich. Die Polizei forderte in mehreren Städten der Region Prostituierte auf, sich von den Milieus fern zu halten. Eine der ermordeten Frauen erklärte kurz vor dem Verbrechen in einem Interview, sie brauche Geld, deshalb gehe sie auf den Strich. Der Gefahr sei sie sich bewusst: Jeder Kunde könnte sich als Gewalttäter erweisen.

Die Polizei richtete ein spezielles Info-telefon ein und verstärkte die Video-Überwachung einschlägiger Orte. Die Ermittler erhoffen sich Hinweise auf den oder die Täter durch DNA-Analysen menschlicher Spuren, die an den Fundorten der Leichen gesichert wurden.

Unterdessen erklärte Premierminister Tony Blair im britischen Parlament, die Regierung biete der Regierung die volle Unterstützung bei ihrer Arbeit und insbesondere im Umgang mit der durchaus verständlichen Angst in dem betroffenen Gebiet.
An Fundorten der Leichen legten Menschen Blumen und Grußkarten nieder.