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Gewalt an Grenzübergang zum Gazastreifen

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Gewalt an Grenzübergang zum Gazastreifen

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Dutzende bewaffnete Aktivisten der radikalislamischen Hamas-Bewegung sind in den Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen eingedrungen. Zuvor war verlautet, der palästinensische Ministerpräsident und Hamas-Chef Ismail Haniyeh werden dort von Israel an der Wiedereinreise in das Territorium gehindert. Die Hamas-Anhänger feuerten Schüsse ab.

Berichten zufolge kam es zu Schusswechseln mit Anhängern der oppositionellen Fatah-Bewegung. Die beiden Gruppen liefern sich derzeit einen erbitterten Machtkampf. Die EU-Beobachter wurden von dem Übergang abgezogen. Israel erklärte, Haniyeh führe Bargeld im Umfang von rund 26 Millionen Euro bei sich, dass die Hamas für Waffenkäufe verwenden könnte. Ohne das Geld dürfe er durchreisen.

Nach israelischen Medienberichten suchen Vertreter des ägyptischen Geheimdienstes und Israels nach einer Lösung; eine Möglichkeit sei, das Geld auf ein Konto der Arabischen Liga einzuzahlen. Hamas-Chef Haniyeh hatte den Gazastreifen am 29. November verlassen. Er besuchte mehrere arabische Staaten sowie den Iran, um für finanzielle Unterstützung der Hamas zu werden.