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Konvoi des palästinensischen Ministerpräsidenten Hanija beschossen

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Konvoi des palästinensischen Ministerpräsidenten Hanija beschossen

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Bei einem Angriff auf den Konvoi des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija ist am Donnerstag ein Leibwächter getötet worden. Der älteste Sohn Hanijas und vier Leibwächter wurden verletzt. Hanija sagte es sei bekannt, wer hinter dem Anschlag stecke. Er wisse sehr gut, wie darauf zu reagieren sei. “Wir werden die Vorgänge untersuchen, besonders die jüngsten Attentate und das Chaos, das gewisse Kräfte zu schaffen versuchen”, erklärte Hanija. Hanijas Wagenkolonne war beschossen worden, als sie den Grenzübergang Rafah verließ. Israel ließ Hanija am Donnerstagabend doch noch in den Gazastreifen einreisen, nachdem er die Gelder, die er während einer mehr als zweiwöchigen Auslandsreise gesammelt hatte, in Ägypten zurückgelassen hatte.

Israel hatte den Grenzübergang Rafah gesperrt, um Hanija zu hindern, Spendengelder in das Palästinensergebiet zu bringen. Nach israelischen Berichten handelt es sich um rund 26 Millionen Euro. Als Reaktion auf die Grenzsperrung stürmten bewaffnete Hamas-Anhänger den Grenzübergang. Nach dem Wahlsieg der Hamas hatten die USA und die EU ihre Finanzhilfen für die Palästinenser eingestellt. Auf US-Druck weigern sich Banken Gelder an die Autonomiebehörde zu überweisen. Deshalb können die Gehälter von mehr als 150.000 Beamten nicht mehr ausgezahlt werden.