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Neue Ausschreitungen in Palästinensergebieten

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Neue Ausschreitungen in Palästinensergebieten

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Überschattet von wachsenden Ausschreitungen hat die Hamas-Bewegung ihr 19-jähriges Bestehen gefeiert. Trotz aller Feierlichkeiten vor zehntausenden Sympathisanten fehlte den politischen Führern eine Antwort auf die Frage, wie der Machtkampf in den Palästinensergebieten beendet werden kann.

Einerseits rief Ministerpräsident Ismail Hanija, der nach dem Angriff auf seinen Wagen wie ein Märtyrer gefeiert wurde, zur Einheit auf. Nur so könnten die palästinensischen Gebiete von Israel befreit werden. Im gleichen Atemzug kündigte die Hamas an, die Drahtzieher des Angriffs unnachgiebig zu verfolgen. Am Donnerstagabend war der Konvoi des Regierungschefs am Grenzübergang Rafah beschossen worden; dabei kam einer von Hanijas Leibwächtern ums Leben, sein Sohn wurde verletzt.

Da die Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Machmud Abbas dahinter vermutet wird, dürfte die Gewalt weiter eskalieren. Die Hamas beschuldigte sie offen, mit dem Angriff einen Umsturz geplant zu haben. Bei neuen Ausschreitungen in Ramallah wurden mindestens 30 Menschen verletzt. Seit Monaten bereits liefern sich die rivalisierenden Organisationen Fatah und Hamas Machtkämpfe. Von dem Ziel einer Regierung der nationalen Einheit sind die beiden Gruppierungen weiter entfernt denn je.