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Italien: Gericht lehnt Sterberecht Welbys ab


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Italien: Gericht lehnt Sterberecht Welbys ab

Ein Gericht in Rom hat eine Entscheidung im Fall des schwer kranken sterbe-willigen Piergiorgio Welby abgelehnt. Zur Begründung hieß es, ein Gesetz zur Sterbehilfe gebe es in Italien nicht. Der heute 61-jährige Welby leidet seit drei Jahrzehnten an Muskelschwund. Seine Anwälte setzen sich für dessen Forderung nach der Abschaltung des Beatmungsgeräts ein, mit dem er seit 1997 am Leben erhalten wird. Juristisch betrachtet ist der Fall kompliziert, denn auch die Ärzte haben das Recht, die Therapie fortzusetzen. Seit einem halben Jahr wird Welby künstlich ernährt, sprechen kann er nur mit Hilfe eines Geräts. Die frühere Europaministerin Emma Bonino, die ebenfalls zur Radikalen Partei gehört, hat aus Solidarität zwei Tage lang die Nahrung verweigert. Auch in einem offenen Brief an Staatschef Giorgio Napolitano hatte Welby sein Recht zu sterben eingefordert.

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