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Atom-Verhandlungen mit Nordkorea in neuer Runde

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Atom-Verhandlungen mit Nordkorea in neuer Runde

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Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung wird in Peking wieder über das nordkoreanische Atomprogramm verhandelt. Es sind die ersten Gespräche der USA, Chinas, Russlands, Südkoreas, Japans und Pjöngjangs nach dem erklärten Atomtest Nordkoreas im Oktober. Sorgen und Erwartungen sind seither gewachsen, wie der chinesische Delegationsleiter Wu Dawei deutlich machte.

Er hoffe, die Verhandlungsteilnehmer hätten die politische Weisheit und den Mut, voranzukommen in der nuklearen Abrüstung Nordkoreas, für ein friedliches Nordostasien, sagte Wu Dawei. Die Gesprächsrunde müsse auf bereits Erreichtem aufbauen und den künftigen Weg ebnen.

Diplomaten erwarteten keine schnelle Einigung.
Der US-Beauftragte Christopher Hill sieht die Verhandlungen aber an einem entscheidenden Punkt: Nordkorea verstehe hoffentlich, dass man an einem Scheideweg stehe. Amerika könne entweder den diplomatischen Weg gehen – oder einen anderen, schwierigeren, nämlich den der Sanktionen.

Das wirtschaftlich schwache Nordkorea fordert ein Ende der finanziellen Sanktionen, die die USA bereits vor einiger Zeit erlassen hatten, um überhaupt wieder zu verhandeln.
Der nordkoreanische Unterhändler Kim Kye Gwan sagte, sein Land werde sein “Abschreckungspotenzial” noch ausbauen, falls die Sanktionen bestehen blieben oder ausgeweitet würden.