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Basescu bezeichnet Kommunismus in Rumänien als "kriminell und illegitim"

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Basescu bezeichnet Kommunismus in Rumänien als "kriminell und illegitim"

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Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu hat im rumänischen Parlament die Ergebnisse einer Studie präsentiert, die Staat und Gesellschaft während der 45 Jahre währenden kommunistischen Diktatur analysiert. Erstmals eklärte Basescu den Kommunismus als “kriminell und illegitim”. Die Opposition reagierte darauf mit Beschimpfungen. Parlamentarier um den ultranationalistischen Senator Vadim Tudor beschimpften Basescu und stimmten ein Pfeifkonzert an. Tudor galt als “Hofdichter” des 1989 gestürzten Diktators Nicolae Ceausescu. Er bezeichnete die Studie als “antirumänisch”. Basescu sei im Vergleich zu Ceausescu – so wörtlich – ein “Wurm”. Ceausescu war am 25. Dezember 1989 nach einem gescheiterten Fluchtversuch der Prozess gemacht worden. Er begann um 13 Uhr, Ceausescu wurde des Genozids für schuldig gesprochen und zusammen mit seiner Frau um kurz vor 15 Uhr hingerichtet. Für die Kommunismus-Studie hatte Präsident Basescu einer ausgewählten Gruppe von Wissenschaftlern Zugang zu bisher verschlossenen Archiven der geheimen Staatspolizei Securitate gewährt. Das Egebnis ist umstritten. Auch für die oppositionellen Sozialdemokraten leuchtet es nicht alle Winkel der kommunistischen Herrschaft aus.
Bei der Revolution in Rumänien wurden mehr als 1.100 Menschen getötet.