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Deutscher Atommüll per Flugzeug nach Russland

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Deutscher Atommüll per Flugzeug nach Russland

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Er war umstritten bis zuletzt, dieser Atommülltransport durch die Luft: Heute früh hob aber der russische Iljuschin-Frachter mit dreihundert Kilo angereichertem Uran in Dresden ab. Das Uran wurde nach Moskau geflogen; dort in der Nähe, in Podolsk, werden daraus wieder neue Brennstäbe.

Kernkraftgegner halten einen solchen Luftttransport für zu gefährlich. Sie erreichten, dass der Konvoi auf dem Weg zum Dresdner Flughafen umgeleitet werden musste. Sonst verlief der Transport ohne Behinderungen. Gut dreihundert Polizisten sicherten die Fahrt.

Das Uran stammt aus dem DDR-Forschungsreaktor in Rossendorf bei Dresden: ein sowjetischer Reaktor, der bis 1991 in Betrieb war. Russland hat sich verpflichtet, radioaktives Material aus derartigen Reaktoren zurückzunehmen; zwanzig davon gab es im ganzen Ostblock.

Ein internationales Abkommen über diese Rücknahme soll verhindern, dass das Uran in den Besitz von anderen Ländern oder von Terroristen kommt. Russland verpflichtet sich damit auch, es nicht für Kernwaffen oder für die eigene Forschung zu nutzen. Umweltschützer bezweifeln aber auch das.