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Nahost: Waffenruhe auf wackeligen Beinen

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Nahost: Waffenruhe auf wackeligen Beinen

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Auch die angekündigte Waffenruhe hat die Gewalt in Gaza nicht vollständig eindämmen können. In der Nähe des Büros von Palästinenserpräsident Machmud Abbas wurden heftige Gefechte gemeldet. In der Nacht hatten sich die rivalisierenden Gruppierungen Hamas und Fatah auf einen Waffenstillstand geeinigt.

Die Bedingungen nannte ein Sprecher des Islamischen Dschihad: “Alle Milizen sollen die Straßen verlassen und die Sicherheitskräfte sollen an ihre Positionen zurückkehren. Alle Medienkampagnen und Hetzereien auf den Straßen müssen aufhören.”

Die Waffenruhe war von mehreren kleinen radikalen Gruppen ausgehandelt worden – Vertreter der Hamas und Fatah waren bei der Pressekonferenz nicht anwesend. Ein Sprecher der Volksfront für die Befreiung Palästinas zeigte sich überzeugt, dass sich beide Seiten an die Abmachung halten würden. Er nannte technische Gründe für ihre Abwesenheit.

Allerdings scheinen sie unter unterschiedlichen Bedingungen eingewilligt zu haben. So berichtet ein Hamassprecher, dass nun die Gespräche über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit neu aufgenommen werden sollen. Laut Fatah-Sprechern geht es nur um eine Waffenruhe.

Nachdem Palästinenserpräsident Machmud Abbas Neuwahlen angekündigt hatte, war es im Gazastreifen zu heftigen Schusswechseln zwischen Anhängern der Fatah und der Hamas gekommen.