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Nordkorea-Atomgespräche werden fortgesetzt - Pjönjang stellt Bedingungen

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Nordkorea-Atomgespräche werden fortgesetzt - Pjönjang stellt Bedingungen

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Nach rund einjähriger Unterbrechung sind am Montag die Verhandlungen über Nordkoreas Atomwaffenprogramm wieder aufgenommen worden. Gut zwei Monate nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest kamen die Verhandler aus den USA, China, Südkorea, Japan, Russland sowie Nordkorea in Peking zusammen. “Nordkorea versteht hoffentlich, dass wir an einem Scheideweg stehen”, so der Chef der US-Delegation Christopher Hill. “Wir können entweder den diplomatischen Weg verfolgen, oder einen anderen, schwierigeren, nämlich den Weg der Sanktionen.”

Der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Kye Gwan betonte, die USA müssten zunächst ihre feindliche Haltung gegenüber Pjönjang ändern – sonst werde Nordkorea an seinem Atomprogramm festhalten. “So lang wir ein Mittel zur Abschreckung brauchen, haben wir keinen Grund, es zu stoppen”, sagte er. “Aber wir können natürlich andere Vereinbarungen diskutieren, die auf der Erklärung vom 19. September basieren. Zuerst aber müssen die Sanktionen gegen uns aufgehoben werden, das ist eine Bedingung.” Im September 2005 hatte Nordkorea die Bereitschaft signalisiert, sein Atomprogramm zugunsten wirtschaftlicher Hilfe aufzugeben. Allerdings testete Pjönjang im Juli dieses Jahres neue Raketen und führte am 9. Oktober einen international heftig kritisierten Atomwaffentest durch.