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Tony Blair auf Nahostreise

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Tony Blair auf Nahostreise

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Auf seiner Nahostreise hat Tony Blair jetzt auch mit seinem israelischen Kollegen Ehud Olmert gesprochen. Der britische Premierminister will zwischen Israel und den Palästinensern den Friedensprozess wieder in Gang bringen. Olmert sicherte ihm zu, er werde mit den Palästinensern über die umstrittene Freilassung von Gefangenen verhandeln. In den nächsten Tagen solle eine gemeinsame Kommission eingesetzt werden. Außerdem kündigte Olmert ein Treffen mit Palästinenserpräsident Machmud Abbas an.

Das hatte Blair an diesem Tag schon hinter sich, bei einem Besuch im Westjordanland. Blair rief nach dem Gespräch auch andere Länder auf, den vergleichsweise gemäßigten Abbas zu unterstützen.
Wenn die Weltgemeinschaft es ernst meine mit der Unterstützung für diejenigen, die im Nahen Osten die Zwei-Staaten-Lösung wollten, und für diejenigen, die dort Verantwortung übernähmen, sagte Blair; dann sei jetzt die Zeit, um auf die Ideen von Abbas zu reagieren.

Eine solche Idee, die Blair unterstützt, ist Abbas’ Plan für Neuwahlen, den sein politischer Gegner, die regierende Hamas-Partei, jedoch ablehnt. Die radikale Hamas war erst Anfang des Jahres bei Wahlen an die Macht gekommen. Vorerst geht stattdessen aber die Gewalt zwischen den verfeindeten Gruppen weiter, trotz Waffenruhe: Bei einem neuen Zusammenstoß im Gazastreifen wurde ein Mensch getötet, drei wurden verwundet.