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USA: Weg frei für Atomhandel mit Indien

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USA: Weg frei für Atomhandel mit Indien

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US-Präsident George W. hat ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet, das es den USA erlaubt, Nukleartechnologie an Indien zu verkaufen. Vom künftigen Export von Anlagen und Brennmaterial erwartet die US-Wirtschaft Aufträge in Höhe von 100 Milliarden Dollar.

Bush lobte das Gesetz als “Grundlage für eine neue strategische Partnerschaft”. Die USA und Indien wollten in Zunkunft wirtschaftlich noch enger zusammenarbeiten. Nirgendwo wachse die Nachfrage für amerikanische Produkte schneller.

Kritiker warnen vor einem nuklearen Rüstungswettlauf in der Region, vor allem, weil sich Indien weigert, den Atomwaffensperrvertrag zu akzeptieren. Im Gegenzug für neue technologie soll das Land seine zivilen Atomanlagen für internationale Kontrollen zu öffnet, nicht aber die militärischen. Zudem hat Indien bereits erklärt, es fühle sich an Vorgaben nicht gebunden.

Die USA und viele weitere Länder liefern seit ersten indischen Atomwaffentests im Jahr 1974, alle anderen Staaten seit späteren Tests im Jahr 1998 kein Nuklearmaterial mehr an Indien.
Mit dem international umstrittenen Abkommen wollen die USA Indien de facto als legitime Atommacht anerkennen.