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Unheilbar kranker Italiener nach Kampf um Sterbehilfe gestorben

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Unheilbar kranker Italiener nach Kampf um Sterbehilfe gestorben

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Der unheilbar kranke Italiener Piergiorgio Welby, der monatelang um sein Recht auf Sterbehilfe gekämpft hatte, ist gestorben. Dies melden italienische Medien. Ein Arzt soll erklärt haben, er habe das Beatmungsgerät abschaltet. Dies hatte Welby gefordert. Der 60-jährige konnte sich nur noch mittels seiner Augen mit einem Apparat äußern. Er litt seit Jahrzehnten an Muskelschwund und wurde seit fast zehn Jahren durch künstliche Beatmung am Leben erhalten.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Zivilgericht in Rom eine Klage Welbys abgewiesen. In Italien sind sowohl aktive wie auch passive Sterbehilfe verboten. Ärzten droht bei Zuwiderhandlung eine Haftstrafe von bis zu fünfzehn Jahren. Um Welby zu unterstützen, rief die Radikale Partei am vergangenen Samstag zu Mahnwachen in fünfzig Städten auf. Mehrere hundert Menschen nahmen daran teil. Erst gestern entschied ein Ärzteausschuss, die künstliche Ernährung Welbys sei keine Zwangsbehandlung. Der Zustand des Patienten sei stabil, hieß es.