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Villepin in Clearstream-Affäre verhört

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Villepin in Clearstream-Affäre verhört

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In Frankreich ist Premierminister Dominique de Villepin zur sogenannten Clearstream-Affäre als Zeuge vernommen worden. Der Untersuchungsrichter betonte, es werde nicht von einem Verdacht gegen Villepin ausgegangen. Villepin selbst sagte, er sei glücklich, aussagen zu dürfen. Es seien zahlreiche Lügen über ihn verbreitet worden, er habe in den vergangenen Wochen sehr darunter gelitten. Es ist das zweite Mal, dass in Frankreich ein Regierungschef in einem derartigen Skandal als Zeuge vernommen wird. Zuletzt hatte Lionel Jospin in einer Parteispenden-Affäre ausgesagt. Es geht im angebliche schwarze Geheimkonten in Luxemburg, über die Schmiergeldzahlungen beim Verkauf von Kriegsschiffen im Jahr 1991 an Taiwan geflossen sein sollen. Zu Unrecht war unter anderem Innenminster Nicolas Sarkozy, ein politischer Gegenspieler des Premierministers, als Empfänger genannt worden. Sarkozys Name war zusammen mit denen weiterer Politiker und Industrieller auf Listen aufgetaucht, die sich als gefälscht herausstellten. Dies hatte zu Spekulationen über eine Intrige in der bürgerlichen Regierung gegen Sarkozy geführt, gegen den Villepin möglicherweise im kommenden Jahr bei der Präsidentenwahl antreten will. Villepin bestritt stets eine Verwicklung in die Clearstream-Affäre.