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Trotz Spannungen für eine engere Zusammenarbeit

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Trotz Spannungen für eine engere Zusammenarbeit

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Russlands Präsident Wladimir Putin besucht zum zweiten Mal nach der orangenen Revolution die Ukraine. Trotz zahlreicher Streitpunkte sprachen sich Putin und sein Gastgeber, Präsident Viktor Juschtschenko, für eine stärkere Kooperation aus.
Heikelste Frage sind die russischen Gas-Lieferungen an das Nachbarland. Nach dem Streit um die Erhöhung der Preise im vergangenen Winter hatten sich beide Seiten auf eine Mischkalkulation mit russischem und turkmenischem Gas geeinigt.
“Mit Turkmenistan haben wir langfristige Verträge über die Lieferung von Gas an die Ukraine unterzeichnet”, so Putin auf die Frage von Journalisten, ob sich die Lage nach dem Tod des turkmenischen Präsidenten verändert habe. Auch versicherte Putin, Russland werde seine Verpflichtungen einhalten. Nur Stunden zuvor hatte es erneut Meinungsverschiedenheiten zwischen dem staatlich kontrollierten russischen Konzern Gazprom und Georgien gegeben. Moskau nutzt die Energieabhängigkeit früherer Sowjetstaaten, um politischen Druck auszuüben. Statt der früher üblichen Vorzugspreise gelten inzwischen Weltmarktpreise. Zu den Streitfragen zwischen Moskau und Kiew zählt auch die russische Schwarzmeerflotte. Russland besteht auf deren Verbleib auf der Halbinsel Krim bis 2017.