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Offener Krieg am Horn von Afrika

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Offener Krieg am Horn von Afrika

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Der Flughafen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist übersäht mit Granateneinschlägen, nach den äthiopischen Luftangriffen. Hier und an anderen Orten sollen hunderte Menschen getötet worden sein, unabhängige Angaben gibt es nicht. Die Afrikanische Union hat ein Ende der Kampfhandlungen gefordert. Am Mittwoch will sie über die Lage beraten.

Die somalischen Islamiten präsentieren diese Dokumente, die beweisen sollen, dass äthiopische Truppen nicht erst seit der Kriegserklärung des Nachbarlandes am Sonntag in Somalia sind. Das christliche Äthiopien unterstützt die international anerkannte, aber machtlose Übergangsregierung Somalias im Kampf gegen islamischistische Milizen. Diese werden von Äthiopiens Erzfeind Eritrea unterstützt – weshalb Diplomaten einen Flächenbrand befürchten.

Äthiopien sieht sich allerdings mehr als in den Krieg hineingezogen, von seinen unliebsamen Nachbarn. Zehntausende Somalier sind nach laut Hilfsorganisationen auf der Flucht. In der Region wird der größte Flüchtlingsstrom seit Jahren erwartet. Der Bevölkerung geht es nach Umweltkatastrophen und Jahrzehnten politischer Instabilität schon jetzt schlecht: Anderthalb von neun Millionen Somalier leiden an schwerer Unterernährung.