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Äthiopien setzt Militäraktion in Somalia fort

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Äthiopien setzt Militäraktion in Somalia fort

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Trotz eines Appells der Afrikanischen Union setzt Äthiopien seine Militäraktion in Somalia fort. Auch die Arabische Liga rief die Regierung in Addis Abeba auf, ihre Truppen aus dem Nachbarland abzuziehen. Äthiopische Soldaten und Truppen der somalischen Übergangsregierung haben inzwischen die letzten Orte vor der Metropole Mogadischu unter ihre Kontrolle gebracht. Die bekämpften radikal-islamischen Milizen drohen inzwischen mit einem Guerilla-Krieg. Die Union der Islamischen Gerichte, ein Zusammenschluss von Milizen, beherrscht weite Teile Somalias. “Wir haben eine Mission”, so der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi. “Sobald sie erfüllt ist, werden wir uns zurückziehen, was nicht sehr lange dauern wird.” Am Sonntag hatte das christlich geprägte Äthiopien dem Nachbarland den Krieg erklärt. Es unterstützt die international anerkannte Übergangsregierung, die ihren Sitz in Baidoa hat.

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen erhalten die Rebellen Waffenhilfe aus dem Iran und aus Syrien. Militärisch ist Äthiopien den radikal-islamischen Milizen überlegen. Es ist die stärkste Regionalmacht am Horn von Afrika und hat mindestens 160.000 Soldaten unter Waffen. Die Armee verfügt über Panzer, schwere Geschütze und Kampfflugzeuge.