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Keine Einigung im russisch-weißrussischen Gasstreit

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Keine Einigung im russisch-weißrussischen Gasstreit

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In ihrem Gasstreit stehen sich Russland und Weißrussland weiter unversöhnlich gegenüber: Dabei sind es nur noch wenige Tage, bis Russland seine Drohung wahrmachen und das Erdgas für das Nachbarland auf mehr als das Doppelte verteuern will – ursprünglich sollte es sogar der vierfache Preis sein.

Die russische Sicht ist klar: Wir machen keine Geschenke, Gasprom ist nicht der Weihnachtsmann, sagt Firmensprecher Sergej Kuprjanow. Auch das letzte Gespräche zwischen beiden Seiten blieb ohne Ergebnis.

Weißrussland droht jetzt im Gegenzug damit, sein Leitungsnetz für die russischen Gasexporte nach Westeuropa zu schließen. Der Großteil dieser Exporte fließt durch die Ukraine, aber gut ein Fünftel immerhin auch durch Weißrussland.

Betroffen wären vor allem Polen und Deutschland. Sowohl die Bundesregierung als auch Gasprom verweisen aber auf große Vorräte, die in Deutschland und in Österreich angelegt worden seien. Trotzdem warnt Gasprom seine Abnehmer inzwischen auch vor möglichen Lieferproblemen: Entsprechende Briefe hat der Konzern nach eigenen Angaben an die Regierungen geschickt.