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Auf der Suche nach einer Irak-Strategie

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Auf der Suche nach einer Irak-Strategie

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Der amerikanische Präsident George W. Bush hat auf seiner texanischen Ranch mit seinen engsten Beratern über das weitere Vorgehen im Irakkrieg gesprochen. Trotz der hochkarätigen Besetzung gab es kaum neue Erkenntnisse und schon gar keinen neuen Plan.

Bush warb aber bei den Amerikanern um weitere Unterstützung: Ein Erfolg im Irak sei nötig für Amerikas Sicherheit, sagte er nach dem Treffen. Sonst könne sich der Feind dort sicher für weitere Angriffe fühlen. Das würde die Extremisten noch ermutigen; sie könnten dann die USA bedrohen.

Bush sprach von guten Fortschritten bei der Suche nach einer neuen Irak-Strategie; es werde aber noch weitere Gespräche geben. Vermutlich im Januar will Bush seine Pläne für den Irakkrieg den Abgeordneten im Kongress vorstellen.

134.000 amerikanische Soldaten sind zur Zeit im Irak. Eine der großen Fragen ist, ob diese Zahl sogar noch einmal steigen soll. Vorerst werden gut dreitausend Soldaten als Reserveeinheit nach Kuweit geschickt. Von dort könnten sie schnell im benachbarten Irak eingreifen. Die bisherige Reserveeinheit ist schon dort; die neuen Soldaten in Kuweit sind der Ersatz.

Die so genannte Baker-Kommission hatte vor kurzem empfohlen, amerikanische Truppen sollten sich aus den Kämpfen zurückziehen und die irakische Armee nur noch ausbilden und beraten. Andere Stimmen in den USA fordern aber sogar noch eine Aufstockung der Truppen, zumindest für eine kürzere Zeit.