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Keine Einigung im Gasstreit

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Keine Einigung im Gasstreit

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Im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland ist keine Einigung in Sicht. Ein Telefongespräch zwischen den Ministerpräsidenten beider Länder verlief ergebnislos. Weißrussland drohte zuletzt, kein russisches Gas mehr nach Europa zu lassen. Ein Sprecher des russischen Gasmonopolisten Gazprom reagierte auf die Drohung und sagte, Weißrussland habe nicht das Recht die Pipelines zu sperren, denn diese seien russisches Eigentum.

“Die Pipelines gehören uns und wir zahlen den Weißrussen Miete, weil die Rohre durch ihr Land laufen,” sagte der Gazpromsprecher. “Was unsere europäischen Kunden angeht, so werden wir unseren Verpflichtungen nachkommen. Wir finden immer einen Weg, russisches Gas nach Europa zu liefern.”

Gazprom will jetzt offenbar mehr Erdgas durch die Ukraine leiten – allerdings gibt es hierfür nicht viel Spielraum, denn ein Großteil der russischen Lieferungen für Europa läuft schon über die Ukraine. Anlass für den Gasstreit war die Ankündigung Russlands, ab dem 1. Januar den Gaspreis für Weißrussland drastisch zu erhöhen.

Vor einem Jahr hatte ein ähnlicher Streit zwischen Gazprom und der Ukraine für einige Tage auch
die russischen Gaslieferungen nach Westeuropa beeinträchtigt. Angesichts der Reserven bekamen Wirtschaft und Verbraucher im Westen dies jedoch nicht zu spüren.