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Moslemische Pilgerfahrt zum Berg Arafat

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Moslemische Pilgerfahrt zum Berg Arafat

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Zwei Millionen Menschen auf dem Weg zum Berg Arafat bei Mekka: Der Berg, genauer gesagt ein siebzig Meter hoher Granithügel, ist die wichtigste Station der Hadsch, der islamischen Pilgerfahrt. In Mekka wurde der Religionsgründer Mohammed geboren; auf dem Arafat soll er seine letzte Predigt gehalten haben: im Jahr 632, als er selbst diese Wallfahrt absolvierte – wenige Monate später starb er. Am Berg Arafat bitten die Moslems ihren Gott Allah um Vergebung. Sie richten an ihn auch Bitten und Gebete, die andere, die zuhause bleiben mussten, ihnen auf die Reise mitgegeben haben.

Morgen steht den Pilgern dann der gefährlichste Teil der Reise bevor: die symbolische Steinigung von drei Säulen, die den Teufel darstellen. Dort wurden auf einer engen Brücke in den letzten Jahren Hunderte Menschen zu Tode getrampelt. Dieses Jahr wurde aber eine neue Brücke gebaut, die mehr Menschen Platz bietet. Insgesamt hat Saudiarabien für den diesjährigen Hadsch fast eine Milliarde Euro investiert, zum Beispiel in neue Straßen und Unterkünfte wie die riesige Zeltstadt von Mina. Neu ist auch ein Quotensystem für ausländische Pilger.

Jeder Moslem muss die Pilgerfahrt in das saudiarabische Mekka einmal im Leben antreten – jedenfalls wenn er sich die Reise leisten kann und sie auch gesundheitlich schafft. Diese Pilgerfahrt findet im letzten Monat des islamischen Jahres statt, das sich am Mondzyklus orientiert. Gegenüber dem westlichen Sonnenjahr verschiebt es sich jedes Jahr um elf Tage.