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Verhärtete Fronten zwischen Minsk und Moskau

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Verhärtete Fronten zwischen Minsk und Moskau

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Im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland hoffen beide Seiten auf eine Einigung in letzter Minute. Die Zeit drängt – am Montag will Moskau Minsk den Gashahn zudrehen, falls es zu keiner Lösung kommt. Noch vor weiteren Verhandlungen am Morgen machte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko klar: Man werde sich nicht erpressen lassen.

Den von Gazprom geforderten höheren Gaspreis lehnte er ab. Eine Engerie-Expertin sagte jedoch, Moskau habe bereits beschlossen, die russischen Energiepreise an die europäischen anzupassen. Deswegen liege es auf der Hand, dass Weißrussland keine Zugeständnisse erhalte.

Weißrussland zahlt zurzeit einen der niedrigsten Gaspreise in der ehemaligen Sowjetunion. Trotz Lukaschenkos Drohungen werde das Land letztendlich keine Wahl haben, so ein Marktexperte. “Weißrussland ist dazu verpflichtet, sich mit Gazprom zu einigen. Weißrussland hat keine Alternative zu Gas aus Russland.”

Moskau warnte Minsk erneut davor, Pipelines anzuzapfen und Gas, das für Europa bestimmt ist, zu stehlen. Über die Leitungen in der Ukraine strömt allerdings mehr Gas in den Westen als über Weißrussland.