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Kein Ausweg im Gasstreit? Weißrussischer Chefverhandler reist nach Moskau

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Kein Ausweg im Gasstreit? Weißrussischer Chefverhandler reist nach Moskau

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Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland dauert auch am letzten Tag des Jahres – und damit kurz vor Ablauf der alten Lieferverträge – noch an. Der weißrussische Chefverhandler ist am Sonntagmorgen zu weiteren Verhandlungen mit dem Konzern Gazprom in Moskau eingetroffen. Laut russischen Medien bereiten sich beide Seiten bereits auf die mögliche Abschaltung russischer Gaslieferungen ab dem 1. Januar vor. Weißrussland droht nun damit, im Fall eines russischen Lieferstopps den Gas-Transit nach Westeuropa zu blockieren. Allerdings wäre kaum mit Auswirkungen auf die europäischen Verbraucher zu rechnen, da nur ein geringer Teil des westeuropäischen Gases über weißrussisches Territorium fließt.

In zahlreichen Verhandlungen hatten beide Seiten versucht, eine Einigung zu erzielen. Gazprom verlangt ab 1. Januar 200 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas; das ist das Vierfache des bisherigen Preises. Angaben aus Minsk, wonach man sich auf einen Kompromissbetrag von 100 Dollar geeinigt habe, wurden später bei Gazprom dementiert.