Eilmeldung

Eilmeldung

Reaktionen auf Saddam Husseins Hinrichtung

Sie lesen gerade:

Reaktionen auf Saddam Husseins Hinrichtung

Schriftgrösse Aa Aa

Jubelrufe und Proteste – so verschieden waren die Reaktionen in der arabischen Welt. Im Iran wurde die Hinrichtung des irakischen Diktators begrüßt. Beide Länder hatten in den 80er Jahren einen verlustreichen Krieg geführt. Im Bagdader Schiitenvorort Sadre City feierten die Menschen auf den Straßen.

Vielfach machte sich Erleichterung auch in Kuwait breit, das 1990 vom Irak angegriffen und besetzt wurde. Eine Passantin meint: “Die Hinrichtung ist das Mindeste. Was er hier in Kuwait verbrochen hat, ist unfassbar. Sie hätten ihn den Opfern aushändigen sollen, sodass diese mit ihm machen können, was sie wollen.”

Proteste gab es hingegen in Indien, Bangladesch, im Gazastreifen und in Pakistan. Das Tribunal sei eine Marionette der USA gewesen, so die Meinung der Demonstranten. Sie verurteilten ebenfalls die Hinrichtung an einem hohen muslimischen Feiertag, dem Opferfest.

In Libyen wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Ein Demonstrant im syrischen Damaskus sagte, die Hinrichtung sei eine große Erniedrigung für die arabische Welt. Die Botschaft der USA laute: Wer ihnen nicht gehorche, den treffe das gleiche Schicksal.