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3000 US-Soldaten im Irak gestorben

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3000 US-Soldaten im Irak gestorben

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Just um den Jahreswechsel ein trauriger Rekord für die US-Truppen im Irak: 3000 Soldaten sind nun diesem Krieg gefallen. Das sind mehr Menschen, als bei den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York starben. Und es entspricht der Zahl der irakischen Zivilisten, die jeden Monat getötet werden. Die Neujahrsbotschaft von Präsident George W. Bush lautet: Die Verbesserung der Sicherheit der USA und der Einsatz für ein “freies und geeintes” Irak bleiben wichtig. Aber der Preis dafür, wie für Familie Arnold in Montrose, Pensylvania, ist hoch. Sohn Daniel ist einer der 3000; er fiel vor einem Jahr in Ramaddi.

“Ich weiß nicht, ob überhaupt etwas erreicht wurde. Hoffentlich. So dass sie alle nicht umsonst gestorben sind”, sagt sein Vater, der ebenfalls Jahre lang in der Armee gedient hat. Daniel hinterließ seine Ehefrau und seine zwei Söhne. Auch wenn es für Daniel zu spät ist, Amerika will endlich gute Nachrichten. Die Erwartungen sind hoch, an jene neue Strategie im Irak, die Bush in wenigen Tagen vorstellen will.

Eine Kommission um den ehemaligen US-Außenminister James Baker hatte Anfang Dezember unter anderem einen Rückzug der meisten Truppenverbände bis Anfang 2008 empfohlen. Nach den bisherigen Reaktionen scheint Bush der Empfehlung nicht folgen zu wollen. Stattdessen erwägt er zunächst eine Aufstockung der US-Truppen. Der Irak-Krieg kostet Monat für Monat acht Milliarden Dollar.