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Österreichs Innenministerin Prokop unerwartet gestorben

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Österreichs Innenministerin Prokop unerwartet gestorben

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Die österreichische Innenministerin Liese Prokop ist unerwartet gestorben. Ursache des Todes der 65-Jährigen war ein Riss der Aorta. Prokop gehörte der konservativen Volkspartei des amtierenden Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel an. Ihr Tod könnte die Verhandlungen über die Bildung einer großen Koalition weiter verzögern, die in dieser Woche abgeschlossen werden sollten.

Prokop war seit Dezember 2004 Innenministerin. In ihre Verantwortung fielen eine Reihe umstrittener Gesetze zur Beschränkung der Zuwanderung von Ausländern. Vor ihrer politischen Karriere, die Anfang der achtziger Jahre begann, war Prokop eine der erfolgreichsten Leichtathletinnen Österreichs.

Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann sie im Fünfkampf die Silbermedaille. Ein Jahr später stellte sie in der gleichen Disziplin einen Weltrekord auf und wurde in Athen Europa-Meisterin. Innerhalb der Volkspartei galt Prokop als liberal. Auch befürwortete sie eine große Koalition zwischen Sozialdemokraten und der ÖVP.