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Slowenien wird zum Euro-Land: Reibungslose Umstellung und viel Begeisterung

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Slowenien wird zum Euro-Land: Reibungslose Umstellung und viel Begeisterung

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Der erste Tag mit dem Euro in Slowenien: Mit Beginn des neuen Jahres wurde das Land zum 13. Mitglied der Euro-Zone, und der Übergang von der alten auf die neue Währung verlief reibungslos. Noch bis zum 15. Januar wird auch der Tolar bei Barzahlungen akzeptiert; danach gilt nur noch der Euro. Unter den Slowenen hat die EU-Währung schon einige Fans. “Der Euro ist cool”, meint ein junger Mann, “es ist schön, eine gemeinsame und starke Währung zu haben. Ich habe gerade mit Tolar für meinen Kaffee bezahlt und Euro zurückbekommen.”

Aus der EU hieß es, die Slowenen sollten in der nächsten Zeit auf die Preise achten, um nicht aus Versehen mehr zu bezahlen als notwendig. Eine Warnung, die viele Menschen ernst nehmen – schließlich trägt der Euro in vielen Ländern den Spitznamen “Teuro”. Eine Kellnerin benutzt daher den Euro-Umrechnen – und hat bislang keine Probleme. In vielen slowenischen Banken legten die Mitarbeiter am Neujahrstag Sonderschichten ein, um der Bevölkerung zusätzliche Möglichkeiten zum Geldwechsel zu geben. “Ab jetzt bekomme ich Euros”, sagt eine alte Dame stolz, “das ist meine Neujahrsrente.”

Schon wenige Stunden nach Mitternacht waren rund drei Viertel aller Bankautomaten auf Euro umgestellt, wovon sich Finanzminister Andrej Bajuk höchstpersönlich überzeugten konnte. Auch bei Tankstellen und Mautstationen konnten Kunden bereits wenige Minuten nach der Euro-Einführung mit der neuen Währung bezahlen. Das Umtauschverhältnis ist allerdings etwas kompliziert: Ein Euro hat den Wert von 239,64 Tolar.