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Somalia: Islamisten fliehen aus letzter Hochburg

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Somalia: Islamisten fliehen aus letzter Hochburg

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Die Intervention Äthiopiens in Somalia ist politisch umstritten, aber militärisch war sie offenbar erfolgreich: Nach Berichten lokaler Medien haben die äthiopischen und somalischen Truppen die Islamisten aus ihrer letzten Bastion, Kismayo, vertrieben. Insgesamt bis zu 3000 islamistische Milizionäre getötet, glaubt man der äthiopischen Seite.

In Jilib nördlich der Hafenstadt Kismayo hatte es zuletzt noch heftige Kämpfe gegeben. Die Hauptstadt Mogadischu war schon letzte Woche den Islamisten entrissen worden. Wie es hieß, hatten sich in den letzten Tagen etwa 4000 Bewaffnete nach Kismayo zurückgezogen. Möglicherweise sind jetzt viele in Richtung Kenia geflohen.

In Mogadischus gilt nun eine Frist bis Donnerstag, um freiwillig alle Waffen abzugeben, erklärte der Chef der somalischen Übergangsregierung Ali Mohamad Gedi: “Alle, die die Hauptstadt verlassen haben, auch die der Propaganda der internationalen Terroristen gefolgt sind, sind aufgerufen, zurückzukommen. Die Regierung gibt ihnen Amnestie.” Die Regierung drängt auf die schnelle Entsendung einer afrikanischen Schutztruppe für Somalia. Führer der Islamisten kündigten an, den Kampf gegen Äthiopiens Armee fortzuführen.