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Aus - Spanische Regierung erklärt Friendensprozeß mit ETA für beendet

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Aus - Spanische Regierung erklärt Friendensprozeß mit ETA für beendet

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Drei Tage nach dem Sprengstoffanschlag auf ein Parkhaus des Madrider Flughafens hat die spanische Regierung den Friedensprozess im Baskenland für beendet erklärt. Die baskische Untergrundorganisation ETA hatte sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem 26 Menschen verletzt und vermutlich zwei Menschen getötet wurden. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba erklärte auf einer Pressekonferenz in Madrid “Der Friedensprozess sei zerbrochen, weil ETA es so gewollt habe.”

In verschiedenen spanischen Städten demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die ETA demonstriert. Sie drückten den Angehörigen der Opfer des Sprengstoffanschlags ihr Mitgefühl aus. In den Trümmern des Parkhauses arbeiteten sich die Bergungsmannschaften in die Zone vor, in denen sich die Fahrzeuge von zwei Ekuadorianern befanden, die seit dem Anschlag vermisst werden. Sie wurden von der Detation vermutlich in ihren Autos überrascht. Die spanischen Behörden räumen ihnen keine Überlebenschancen ein, weil bei der Explosion Temperaturen von über 1000 Grad herrschten. ETA hatte im März eine “Waffenruhe” erklärt und so den Weg zur Einleitung eines Friedensprozesses freigemacht.