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Deutscher Handy-Hersteller BenQ offiziell pleite

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Deutscher Handy-Hersteller BenQ offiziell pleite

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Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist die Pleite des Handy-Herstellers BenQ offiziell. Mit der Schließung des Betriebs verabschiedet sich der letzte deutsche Hersteller von Mobil-Telefonen. Hervorgegangen war BenQ aus der ehemaligen Handy-Sparte von Siemens. Der Konzern hatte sie im Herbst 2005 an den taiwanesischen Hersteller BenQ abgegeben und noch 400 Millionen Euro als Mitgift hinzugelegt. Doch das Geschäft lief so schlecht, dass BenQ vor drei Monaten den Geldhahn zudrehte. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres betrug der Weltmarkt-Anteil gerade mal bei 2,4 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil des Branchenriesen Nokia lag im gleichen Zeitraum bei mehr als 35 Prozent. Von den ursprünglich 3.000 Mitarbeitern in Deutschland waren zuletzt nur noch rund 1.000 aktiv. Zur Zeit findet eine Auslaufproduktion statt. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass Interessenten Teile des Unternehmens aus der Insolvenzmasse herauskaufen.