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Europäische Union begrüßt drei neue Sprachen

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Europäische Union begrüßt drei neue Sprachen

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Rumänien und Bulgarien in der Europäischen Union: Viele sehen den Beitritt durchaus als ein Arbeitsplatzprogramm. Recht haben sie auf jeden Fall, wenn es um Dolmetscher geht: Denn alles in der EU muss jetzt noch in zwei Sprachen mehr übersetzt werden. Außerdem ist zum Jahresanfang noch Irisch als offizielle EU-Sprache dazugekommen; also die alte Sprache der Insel, auch als Gälisch bekannt, die in Irland neben dem Englischen von vielen gesprochen wird. 23 offizielle Sprachen hat die EU jetzt, davon sind drei so genannte Arbeitssprachen, in denen die meiste Verständigung abläuft: Französisch, Deutsch, allermeisten aber Englisch.

Nicht umsonst hat die EU eine Generaldirektion für Übersetzung und eine für Dolmetschen. Viertausend Übersetzer werden in der ganzen Union beschäftigt. Auch je fünfzig Rumänen und Bulgaren sollen bald zur Verfügung stehen. Verstärkt sollen aber auch freiberufliche Übersetzer aushelfen und damit Kosten sparen.

Trotzdem kann schon lange nicht mehr von jeder Sprache in jede andere übersetzt werden: Oft gehen die Übersetzer einen Umweg, zum Beispiel über das Englische. Alles andere wäre zum einen zuviel Arbeit, zum anderen gibt es für viele Sprachkombinationen einfach zu wenige Übersetzer. EU-weit hat die Übersetzung im letzten Jahr knapp eine Milliarde Euro gekostet. Man kann aber auch Positives entdecken: 23 Sprachen, das sind immerhin noch weniger als die 27 Mitgliedsländer.
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