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Leiche des vermißten Ekuadorianer gefunden

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Leiche des vermißten Ekuadorianer gefunden

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Nach dem ETA-Anschlag auf ein Parkhaus des Madrider Flughafens stehen sich die großen politischen Lager in Spanien weiter unversöhnlich gegenüber. Oppositionsführer Mariano Rajoy von der Volkspartei sieht die Haltung seiner Partei durch den Anschlag bestätigt: Sie war schon immer gegen Verhandlungen mit der baskischen Untergrundorganisation ETA.

“Wir verlangen, daß der Ministerpräsident vor denm Cortes feierlich erklärt, was seine Haltung gegenüber dem Terrorismus ist!” forderte Rajoy.

Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba wies die Angriffe der opposition zurück und rief zur politischen Geschlossenheit auf: “Wir werden mit niemenden streiten. Wir wollen, daß alle Parteien mit der Regierung eins sind, im Kampf gegen die Gewalt; besonders die größte Oppositionspartei” sagte Rubalcaba.

Pernando Barrena von der verbotenen baskischen Seperatistenpartei Batasuna bekräftigte das Interesse der baskischen Nationalisten an einer
Verhandlungslösung – ungeachtet des Anschlages:
“Ich kenne keine Fakten, die daraufhindeuten, daß der Waffenstillstand gebrochen wurde”, meinte Barrena.

ETA hatte im März eine “Waffenruhe” erklärt und so den Weg zur Einleitung eines Friedensprozesses freigemacht. Die Untergrundorganisation übernahm die Verantwortung für den Anschlag, bei dem 19 Menschen verletzt wurden.

Die Leiche eines der beiden vermißten Ekuadorianer wurde inzwischen in den Trümmern des Parkhauses gefunden.