Eilmeldung

Eilmeldung

Somalia-Krise: Kontaktgruppe berät Friedensmission - Äthiopien bereitet Abzug vor

Sie lesen gerade:

Somalia-Krise: Kontaktgruppe berät Friedensmission - Äthiopien bereitet Abzug vor

Schriftgrösse Aa Aa

Angesichts der angespannten Lage in Somalia plant die internationale Kontaktgruppe einen neuen Vorstoß zur Lösung der Krise. In Nairobi beraten die Mitgliedsstaaten am Freitag über die Entsendung einer Friedenstruppe. Äthiopien nahm unterdessen Gespräche mit der Afrikanischen Union über einen Abzug der Interventionstruppe auf. Ministerpräsident Meles Zenawi traf in Addis Abeba mit dem Präsidenten Ugandas zusammen. Uganda hat sich bereit erklärt, bis zu 2000 Soldaten zur Friedenssicherung nach Somalia zu entsenden. “Die somalische Übergangsregierung ist unser Partner”, sagte Zenawi nach dem Treffen. “Mit ihr müssen wir einen Abzug besprechen. Aber ich habe bereits im Parlament klar gemacht, dass wir nicht für immer in Somalia sein werden.”

Stefano Manservisi von der Generaldirektion Entwicklungshilfe der EU-Kommission plädiert auf jeden Fall für eine afrikanische Mission. “Die beste Art, den Terror zu bekämpfen, ist es, eine Regierung aufzubauen”, sagt er, “einen politischen Dialog zu führen und gleichzeitig repressive Maßnahmen zu ergreifen. Diese sollten von der somalischen Armee durchgesetzt werden, eventuell unterstützt von anderen afrikanischen Truppen.”

Um das anhaltende Flüchtlingselend zu lindern, kündigte US-Außenministerin Condoleezza Rice an, 16 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Tausende Menschen sind vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen auf der Flucht. Kenia hat seine Grenzen für Flüchtlinge bereits geschlossen.