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Kosovo-Streit vor serbischer Wahl

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Kosovo-Streit vor serbischer Wahl

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Zwei Wochen sind es noch bis zur Wahl in Serbien – und der Ton wird schärfer. Regierungschef Vojislav Kostunica ruft zur Verteidigung der abtrünnigen Provinz Kosovo auf. Mit dem Kosovo würde Serbien auch seine Identität verlieren, schreibt er in einer großen Zeitungsanzeige.

Im Wahlkampf greift er auch den UNO-Vermittler Martti Ahtisaari an. Ahtisaari spreche von abgeschlossenen Verhandlungen, dabei sei er seit einem halben Jahr nicht mehr in Belgrad aufgetaucht. Man wisse gar nicht, mit wem er verhandelt habe und wie sein angekündigter Vorschlag zur Zukunft des Kosovo zustande komme.

Nach vorläufigen Berichten soll das Kosovo eine eingeschränkte Unabhängigkeit bekommen, unter Aufsicht der EU. Laut Ahtisaari ist dieser Vorschlag so gut wie fertig und kann sofort nach der Wahl vorgestellt werden. Das Kosovo wird zu mehr als neunzig Prozent von Albanern bewohnt und steht seit Jahren unter Verwaltung der UNO.