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Spanischer König ruft zu Einheit im Kampf gegen ETA-Terror auf

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Spanischer König ruft zu Einheit im Kampf gegen ETA-Terror auf

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Der spanische König Juan Carlos hat zur Einheit im Kampf gegen den Terror der baskischen Untergrundorganisation ETA aufgerufen. “Wenn wir zusammenstehen, werden wir den Terrorismus besiegen”, sagte der Monarch bei einer Feierstunde des Militärs in der spanischen Hauptstadt – eine Woche nach dem Anschlag auf den Madrider Flughafen, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Er habe volles Vertrauen in die Kraft der demokratischen Institutionen, sagte der König, und volles Vertrauen auch in alle Instrumente, die der Rechtsstaat bereithalte.

Ministerpräsident Jose-Luis Rodriguez Zapatero hatte zuvor erklärt, die ETA habe mit dem Anschlag den im vergangenen März begonnenen Friedensprozess beendet. Am Madrider Flughafen wurde am Samstag die Leiche des zweiten Todesopfers geborgen. Der junge Mann aus Ecuador hatte in dem Parkhaus, in dem die Bombe explodierte, in einem Auto geschlafen. Der andere, ebenfalls aus Ecuador stammende Tote war schon am Mittwoch aus den Trümmern geholt worden.

Im Baskenland wird nun eine neue Welle der Gewalt befürchtet. Die jüngsten Waffenfunde deuten darauf hin, dass die ETA die neun Monate ihrer im März verkündeten Waffenruhe zur Aufrüstung nutzte. Auch während der Waffenruhe hatten meist jugendliche ETA-Anhänger häufig kleinere Gewaltakte verübt. Auch in der Nacht zu Samstag kam es wieder zu Brandanschlägen auf Geldautomaten – in einem Ort südlich von San Sebastian. Ein Wohnhaus musste geräumt werden. In der Stadt San Sebastian wurden am Samstagabend Ausschreitungen befürchtet: Dort versuchte die Polizei, eine Großveranstaltung zu verhindern, zu der eine ETA-nahe Gefangenenhilfsorganisation aufgerufen hatte. Ein Gericht in Madrid hatte die Veranstaltung verboten.