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UN-Soldaten im Sudan nach Kindermissbrauchsvorwurf suspendiert

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UN-Soldaten im Sudan nach Kindermissbrauchsvorwurf suspendiert

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Nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind vier Soldaten der UN-Friedenstruppe im Sudan vom Dienst suspendiert worden. Sie wurden in ihre Heimat Bangladesch zurückgeschickt. Gegen weitere Soldaten werde ermittelt, hieß es bei der UNO in New York.

Nach einem Bericht der britischen Zeitung “Daily Telegraph” hatten UN-Soldaten in der Stadt Juba im Südsudan mindestens 20 Kinder sexuell ausgebeutet und missbraucht. Die für die Einsätze der UN-Friedenstruppen zuständige Untergeneralsekretärin Jane Holl Lute erklärte, bei begründeten Vorwürfen der sexuellen Ausbeutung und des Missbrauchs werde die UNO tätig, doch ihre Möglichkeiten seien begrenzt. Maßgeblich seien die militärischen Verfahrensregeln und nationalen Gesetze des jeweiligen UN-Mitgliedsstaats.

Die sudanesische Regierung in Khartum kündigte eine eigene Untersuchung an. Die UN-Mission UNMIS überwacht den Frieden zwischen ehemaligen Rebellen im Süden des Sudans und der Regierung im Norden seit 2004 mit einer Truppe von 11 000 Blauhelmsoldaten.