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Die Kluft zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas wird immer noch tiefer

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Die Kluft zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas wird immer noch tiefer

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Alle Treffen und Gespräche helfen offenbar nichts: Die Kluft zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas wird immer noch tiefer. Diesmal geht es wieder um die Polizeitruppe, die die Hamas nach ihrem Wahlsieg im letzten Jahr aufgestellt hat. Dabei hatten die Palästinenser schon eine Polizei, nur dass die von der Fatah dominiert war. Die Fatah stellt auch den Präsidenten, Machmud Abbas, und der erklärt die zweite Polizei jetzt für rechtswidrig. Für die Gründung habe es keine Anordnung gegeben, sagt er; sie sei gegen das Gesetz und gegen die Verfassung.

So einfach ist das nicht für jeden: Für Ismail Hanija, den Chef der Hamas-geführten Regierung, ist die eigene Polizeitruppe rechtmäßig. Sie sei Teil der Sicherheitskräfte und erfülle ihre Pflicht laut den Befehlen des Innenministeriums. Und nicht nur das: Hanija will die Zahl der Hamas-Polizisten gleich noch verdoppeln, auf zwölftausend.

Trotz so viel Sicherheit gibt es neue Zwischenfälle: Im Gazastreifen starben drei Männer in einer Schießerei. Unbekannte brannten das Haus eines Hamas-Abgeordneten ab. Im Westjordanland wurde ein hoher Beamter des Innenministeriums entführt, dann mit Schusswunden wieder aufgefunden.